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19.01.1933 – Geld regiert die Welt: Wie Reiche damals und heute die Politik beeinflussen
Während ich hier an meinem Schreibtisch sitze, liegt die vergilbte Ausgabe der Berliner Volks-Zeitung vom 19. Januar 1933 direkt vor mir, und ich merke ziemlich schnell: Das ist nicht einfach nur staubige Geschichte, die man in Archiven vergraben sollte. Die Schrift ist zwar vergilbt und brüchig, doch vieles, was dort zwischen den Zeilen steht, fühlt sich heute, im Jahr 2026, erstaunlich gegenwärtig an. Es ist nicht so, dass jede Einzelheit identisch wäre, aber wenn man genauer hinschaut, erkennt man bestimmte soziale und politische Abläufe, die sich mit einer fast unheimlichen Präzision wiederholen. In dieser historischen Ausgabe findet sich ein kurzer Hinweis auf ein sogenanntes Herrenessen. Das klingt zunächst fast harmlos,…
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18.01.1933 – Reichsgründungstag und Flaggenstreit: Wenn Symbole zu Waffen werden
Mitten im Januar 1933 gab es in Ostdeutschland leichte Schneefälle. In Ostpreußen war es immer noch bitterkalt, um die minus 15 Grad. Dieses Wintergefühl, dieses Graue und Harte, lag aber nicht nur über den Straßen, es spiegelte sich auch in der politischen Landschaft. In den Zeitungen liest man von einer unruhigen Welt, innenpolitisch wie außenpolitisch, und trotzdem gibt es diesen Anlass, bei dem die Regierung gern so getan hätte, als gäbe es etwas zu feiern. Der 18. Januar ist so ein Datum – jedenfalls auf dem Papier. Das historische Ereignis des Tages Der sogenannte Reichsgründungstag erinnert an den 18. Januar 1871, als im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich symbolisch…
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Geschichte wiederholt sich: Wie Autokraten die Welt erneut in den Abgrund stürzen
Ich merke, wie mich der Satz aus Kohelet „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ heute aufrüttelt, weil ich beim Blick auf 1933 und die Weltlage von heute ähnliche Muster von Machtstreben, Angstpolitik und Grenzverschiebungen erkenne. Mir wird klar, wie gefährlich es ist, wenn wir uns an Drohungen, Entmenschlichung und das Reden über Länder wie über Beute gewöhnen. Deshalb will ich nicht hinnehmen, dass ein paar Mächtige die Welt wieder in den Abgrund reißen, sondern wach bleiben, widersprechen und Demokratie und Menschenwürde aktiv verteidigen. Am Ende frage ich mich, welchen ersten Schritt jeder von uns jetzt gehen muss, bevor das Ungeheuerliche wieder „normal“ aussieht.
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07.01.1933 – Die Goebbels-Amnestie, das Hitler-Papen-Komplott und die Warnsignale für 2026
In diesem Kalenderblatt ziehe ich eine beklemmende Parallele zwischen dem Januar 1933 und unserer Gegenwart im Jahr 2026. Ausgehend von der historischen Goebbels-Amnestie und dem politischen Komplott gegen die Regierung Schleicher beleuchte ich das gefährliche Schweigen der gesellschaftlichen Mitte. Damals wie heute erleben wir eine Erosion des Rechtsstaats, eine besorgniserregende Verschiebung der moralischen Grenzen und eine Normalisierung von politischer Gewalt – ob beim Brandanschlag auf den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner oder Angriffen auf die Infrastruktur. Der Artikel ist ein flammendes Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit und eine Mahnung an die Politik, die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie nicht durch Zögern und Taktieren zu verspielen.
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07.12.1932 – Die trügerische Stille, bevor Deutschland zerbrach
Wenn ich an diesen Mittwoch im Dezember 1932 denke, spüre ich fast körperlich die Kälte, die damals durch die undichten Fenster der Berliner Mietskasernen kroch. Es war nicht nur der Winterfrost, der die Menschen frösteln ließ; es war eine bleierne Müdigkeit, die sich über das ganze Land gelegt hatte. Die Straßen waren grau, die Tage erschreckend kurz, und überall herrschte das Gefühl, dass die junge Republik ihren Atem angehalten hatte. Während die Menschen Öfen am Laufen hielten und versuchten, mit dem Wenigen, das sie hatten, über die Runden zu kommen, spürte man instinktiv: Dies ist kein gewöhnlicher Dezember. Es war eine Zeit des Wartens, aber nicht auf Weihnachten, sondern auf…
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Wir wollen keinen König – Warum Trump die USA spaltet wie nie zuvor
Am Wochenende habe ich die Bilder aus den großen Städten der USA gesehen — New York, Chicago, viele andere Metropolen. Zigtausende Menschen auf den Straßen, Plakate, Sprechchöre: „Wir wollen keinen König.“ Das hat mich nicht mehr losgelassen. Nicht nur, weil es laut und spektakulär ist, sondern weil in diesen Demonstrationen etwas Grundsätzliches mitschwingt: die Angst vor Macht, die sich konzentriert, vor der Gefahr, dass demokratische Institutionen ausgehöhlt werden, und vor einem Führungstypus, der gerne wie ein König regiert. Ich möchte euch in diesem Artikel mitnehmen in meine Gedanken zu dem, was da gerade passiert — warum mich das bewegt, welche Bilder mir dazu einfallen und was das für uns alle…
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Direkte Demokratie in Deutschland und der Aufwind der AfD: Ein System in der Kluft zwischen Repräsentation und Bürgerwille
Deutschland steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits sieht sich das Land mit dem begrenzten Einfluss der Bürger auf politische Entscheidungen konfrontiert, andererseits gewinnen Parteien wie die AfD zunehmend an Zustimmung, vor allem in Ostdeutschland. Beides hängt eng zusammen. Die Begrenzung direkter demokratischer Beteiligung auf Bundesebene verstärkt das Gefühl der Entfremdung vieler Menschen von der Politik, insbesondere in Ostdeutschland. In dieser Analyse sollen die Hintergründe für die begrenzte direkte Demokratie in Deutschland beleuchtet und zugleich die Gründe für den Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern untersucht werden. Direkte Demokratie in Deutschland: Historische und verfassungsrechtliche Hürden Die direkte Demokratie ist in Deutschland nur bedingt möglich – dies hat historische Gründe. Nach…
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Jüdisches politisches Engagement in Deutschland: Vielschichtige Beweggründe und Motivationen
Politik ist nicht nur eine Angelegenheit von Politikerinnen und Politikern, sondern betrifft jeden einzelnen von uns. In einer Demokratie haben Bürgerinnen und Bürger das Recht und die Pflicht, politisch aktiv zu werden und Einfluss zu nehmen. Doch was macht ein demokratisches System aus und warum ist es so wichtig, sich zu engagieren? Demokratie ist mehr als nur die Herrschaft des Volkes. Es ist ein politisches System, das auf dem Prinzip der Partizipation, der Gewaltenteilung, der Rechtsstaatlichkeit, der Meinungs- und Versammlungsfreiheit sowie auf dem Schutz von Minderheiten basiert. In einer funktionierenden Demokratie haben Bürgerinnen und Bürger das Recht, sich frei zu äußern, sich zu organisieren und an politischen Entscheidungsprozessen teilzunehmen. Die…