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Ein Glas Rotwein, ein trojanisches Pferd und die verlorene Freiheit auf dem Teller
Es sind diese scheinbar friedlichen Momente, in denen einen die Realität manchmal am kältesten erwischt. Ich sitze hier gerade entspannt an meinem Schreibtisch, die Welt draußen ist dunkel und ruhig, und vor mir steht ein gutes Glas Rotwein. Neben mir liegt eine angebrochene Packung Salzkekse, von denen ich immer wieder einen knabbere, fast gedankenverloren. Eigentlich ein schönes Bild, oder? Doch der Frieden trügt, denn während ich hier sitze, liegt eine Pressemeldung in meinem digitalen Briefkasten, die mir den Geschmack dieser eigentlich harmlosen Kekse gehörig verdirbt. Ich habe mir die Packung genauer angesehen. Vorne drauf wird mit handwerklicher Tradition geworben, „im Ofen gebacken“ steht da in schwungvollen Lettern. Hinten erfahre ich,…
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Wenn Politik zur Satire wird: Der absurde Kampf um den Namen der Veggie-Wurst
Manchmal gibt es Nachrichten, bei denen man erst auf das Datum schauen muss, um sicherzugehen, dass nicht der 1. April ist. Doch gestern, am 21. November 2025, war ein ganz normaler Freitag im deutschen Bundesrat, und was dort passierte – oder besser gesagt, was dort nicht passierte – lässt mich als Verbraucher fassungslos zurück. Es geht um ein Thema, das an Absurdität kaum zu überbieten ist: Das sogenannte „Veggie-Verbot“ der EU. Die EU-Kommission plant, dass vegane oder vegetarische Produkte nicht mehr so heißen dürfen wie ihre tierischen Pendants. Ein „Veggie-Burger“ wäre dann tabu, eine „Soja-Wurst“ verboten. Niedersachsen wollte diesen Unsinn stoppen und hatte beantragt, dass sich Deutschland gegen diese Pläne…