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    27.12.1932 – Schlamm im Wedding, Träume auf hoher See und die kalte Arithmetik des Überlebens

    Wenn ich heute in meinem Arbeitszimmer die digitalisierten Archivseiten der Berliner Morgen-Zeitung und der Deutschen Tageszeitung durchgehe, dann spüre ich die feuchte Kälte dieses Dienstags fast körperlich. Es ist der 27. Dezember 1932, der erste Werktag nach dem Weihnachtsfest, und die Welt scheint entschlossen, jede festliche Milde mit einem Schlag wegzuwischen. Während ich die Berichte lese, sehe ich das Berlin jenes Tages vor mir: Es ist kein Winterwunderland mehr, sondern eine Stadt im massiven Tauwetter. Bei acht Grad Wärme schmilzt der Schnee zu einem schmutzigen, grauen Brei, der die Stiefel der Menschen durchnässt und die Rinnsteine verstopft. In Schlesien klettern die Temperaturen sogar auf zwölf Grad. Die Zeitungen schreiben von…