
Achtung Abzocke! Ausgeraubt auf der Autobahn in Spanien
Endlich wieder Zuhause nach meinem Roadtrip durch Andalusien! Wie es heißt, kann man nach einer Reise viel erzählen, und genau das werde ich in den nächsten Beiträgen hier auf meinem Blog tun.
Heute möchte ich euch allerdings von einer perfiden Masche berichten, die mich leider um 150€ erleichtert hat.
In Serignan Plage, Südfrankreich, übernachtete ich auf einem öffentlichen Parkplatz direkt am Meer. Am Morgen, noch auf meiner Liege im Auto liegend, kam mir der Gedanke, Bargeld und Kreditkarten aus dem Geldbeutel zu nehmen und separat im Auto zu verstecken. Den Gedanken verwarf ich jedoch schnell wieder. Da ich an diesem Tag über die Grenze nach Spanien fahren wollte, verstaute ich den Geldbeutel in der Mittelkonsole. Die Fahrt nach Spanien verlief problemlos und wunderschön. Eigentlich hatte ich Autobahnen auf der gesamten Tour vermieden, aber an diesem Tag machte ich eine Ausnahme und fuhr nach der Grenze ein paar Kilometer auf der Autobahn.
Ein psychologisch gut durchdachter Trick
Plötzlich stockte der Verkehr. Ich konzentrierte mich darauf, keinen Unfall zu riskieren. Da tauchte auf der Überholspur ein Auto neben mir auf. Der Fahrer, ein Mann in meinem Alter, winkte und deutete auf mein Auto. Er fuhr vor mir, schaltete den Warnblinker ein und lenkte auf den Standstreifen. Mein Herz raste. Was war denn jetzt mit meinem Auto? Hatte ich einen Platten? Ich hielt am Randstreifen an. Der Mann stieg aus und kam auf meine Seite. Ich folgte ihm zu meinem hinteren Rad auf der Fahrerseite. Er erklärte mir auf Spanisch, dass das Rad wackelt und ich in Barcelona in eine Werkstatt fahren sollte.
Irgendwie stimmte etwas nicht. Ich blickte zur Fahrertür – sie war zu. Der Mann war allein. Ich überprüfte das Rad, wackelte daran. Alles schien in Ordnung. Der Mann meinte dann, es sei wohl nicht so schlimm und verabschiedete sich.
Schock und Ernüchterung
Kaum war er weg, bemerkte ich, dass etwas nicht stimmte. Mein Rucksack, der eigentlich hinten auf dem Bett lag, befand sich jetzt auf dem Beifahrersitz. Ich schaute in die Mittelkonsole – mein Geldbeutel war leer! Nur 5 Euro lagen noch drin. Kreditkarten und Papiere waren zum Glück noch da. Offensichtlich war eine zweite Person beteiligt, die von der Beifahrertür aus zugreifen konnte, während ich am Rad abgelenkt war.
Wie im Reflex sprang ich ins Auto und jagte dem Wagen hinterher. Doch im dichten Verkehr verlor ich ihn schnell aus den Augen. Auf dem nächsten Parkplatz konnte ich endlich durchatmen. Mit einem simplen Trick hatten die Betrüger mich abgezockt. Selbst wenn die Polizei sie erwischt hätte, es gab keine Beweise. Sie hatten nur Bargeld gestohlen und sogar einen Schein im Geldbeutel gelassen, um keinen Verdacht zu erregen.
Lehrgeld und Tipps:
Dieser Vorfall hat mich einiges gelehrt. 150€ sind zwar ein überschaubarer Schaden, aber ein hohes Lehrgeld, das ich auf meiner Reise leider zahlen musste.
Damit euch so etwas nicht passiert, hier mein Tipp:
- Besorgt euch eine Bauch- oder Brusttasche und tragt eure Wertsachen (Bargeld, Dokumente) immer am Körper.
- Seid wachsam und misstrauisch, wenn euch jemand Fremdes anspricht und besonders auf euer Auto aufmerksam macht.
- Hört auf euer Bauchgefühl! Wenn etwas komisch erscheint, ist es das oft auch.
- Im Zweifelsfall lieber einmal zu viel misstrauisch sein, als einmal zu wenig.
Lasst euch euren Urlaub nicht von solchen Betrügern verderben!
Habt ihr schon einmal ähnliche Erfahrungen gemacht? Wie habt ihr euch in solchen Situationen verhalten? Gemeinsam können wir uns gegen diese Abzocke schützen und anderen helfen, nicht Opfer zu werden.


One Comment
Peter Winkler
Noch kurz ein weiterer Tip, den gerade jemand auf FB geschrieben hat: Auto immer sofort nach dem Aussteigen abschließen😅