Das schlechte Gewissen beim Nichtstun
Tagesimpuls: Du legst dich heute am Samstag für eine Stunde in die Hängematte, starrst in die Blätter der Bäume und nimmst dir fest vor, einfach mal gar nichts zu tun. Doch statt Erholung setzt nach zehn Minuten dieses dumpfe, nagende Gefühl im Bauch ein: Solltest du nicht eigentlich die Steuererklärung machen, die Wäsche wegräumen oder zumindest etwas Nützliches lesen? Zehn Stunden Maloche im Job ziehen wir oft ohne mit der Wimper zu zucken durch, weil wir wie ferngesteuert funktionieren und wissen, was von uns erwartet wird. Aber sobald der Druck von außen abfällt und der Leerlauf beginnt, schlägt das innere Kontrollzentrum Alarm. Wir haben verlernt, Stillstand auszuhalten, ohne uns sofort dafür schuldig zu fühlen. Der Kopf fängt an zu rattern und gaukelt uns vor, dass unser eigener Wert direkt an eine erledigte To-do-Liste gekoppelt ist. Dabei ist dieses permanente Machen-Müssen oft nur eine Flucht davor, die eigene innere Unruhe überhaupt wahrzunehmen. Wir glauben fälschlicherweise, uns jede Pause erst mit schweißtreibender Leistung freikaufen zu müssen. Wenn du heute merkst, dass dich das schlechte Gewissen packt, während du einfach nur dasitzt, halte kurz inne. Schick diesen Gedanken nicht weg, aber steh auch nicht sofort auf, um dich mit irgendeiner sinnlosen Beschäftigung abzuspeisen. Bleib einfach sitzen und atme durch, selbst wenn es nur für eine Viertelstunde ist, in der du absolut nichts leistest.
Wie geht es dir dabei, wenn du dir vornimmst, bewusst gar nichts zu tun? Ertappst du dich auch bei diesem schlechten Gewissen oder kannst du mittlerweile ohne Wenn und Aber abschalten? Schreib mir deine ehrlichen Erfahrungen dazu direkt in die Kommentare.
Euer Schimon
Bild: Symbolbild / KI-generiert
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