Judentum
In der Rubrik "Judentum" auf Schimons Welt teilt Schimon seine Gedanken und Einblicke zu jüdischer Religion und Tradition. Hier erfährst du mehr über religiöse Bräuche, die Bedeutung von Feiertagen und spirituelle Aspekte des Judentums. Schimon verbindet historische und zeitgenössische Perspektiven und zeigt, wie jüdische Traditionen heute gelebt werden, sowohl in Israel als auch weltweit.
-
Die Spuren des Feldzugs Sanheribs: Wirtschaftliche Folgen für das Königreich Juda
Archäologische Sensation in der Nähe von Jerusalem: Neue Funde belegen die wirtschaftlichen Folgen des assyrischen Feldzugs unter Sanherib für das Königreich Juda. Entdeckt wurden die Überreste von Verwaltungsgebäuden und über 180 Griffstempel, die eindrucksvoll zeigen, wie die assyrische Machtpolitik das Leben im Königreich Juda veränderte. Erfahre mehr über diese spannende Entdeckung und die bewegte Geschichte des antiken Jerusalems. In der Nähe von Jerusalem wurden kürzlich archäologische Beweise für die Auswirkungen des assyrischen Feldzugs unter Sanherib auf die Wirtschaft des Königreichs Juda entdeckt. Die berüchtigte Strafexpedition der Assyrer im Jahr 701 v. Chr., die zahlreiche Städte in den judäischen Tiefebenen zerstörte, hat offenbar auch in der Umgebung des antiken Jerusalems indirekte…
-
Der Tempelberg: Ein Ort zwischen Geschichte, Religion und aktuellen Spannungen
Der Tempelberg ist ein Ort, der sowohl Hoffnung als auch Verzweiflung symbolisiert. Für Juden steht er für das Zentrum ihres Glaubens und die Sehnsucht nach einem zukünftigen Tempel. Für Muslime ist er ein Heiligtum, das den Glauben und die lange Geschichte des Islam repräsentiert. Und für Palästinenser ist der Tempelberg ein Symbol des Widerstands gegen die Besatzung und ein Zeichen ihrer nationalen Identität. Der Tempelberg ist einer der bedeutendsten religiösen und geschichtlich aufgeladenen Orte der Welt. Er steht im Mittelpunkt von Konflikten, symbolisiert tiefe religiöse Gefühle und ist ein politischer Brennpunkt im Nahost-Konflikt. Besonders aktuell, nachdem Saudi-Arabien Israel für die jüngsten Ereignisse am Tempelberg zur Verantwortung ziehen will, wird die…
-
Jüdischer Friedhof Heinsheim: Ein Zeugnis des jüdischen Lebens in der Region
Der jüdische Friedhof in Heinsheim bei Bad Rappenau ist ein eindrucksvolles Zeugnis der jahrhundertealten jüdischen Geschichte in Südwestdeutschland. Mitten in der Natur, am Waldrand gelegen, erzählt dieser Ort vom Leben, der Trauer und der Kultur der jüdischen Gemeinschaft, die hier ihre letzte Ruhe fand. Begleite mich auf einer Reise durch die Vergangenheit, die tief berührt und zum Nachdenken anregt. Vor einiger Zeit haben wir als Familie an einer Führung teilgenommen, die mich zutiefst berührt hat. Der Ort, den wir besuchten, war der jüdische Friedhof in Heinsheim bei Bad Rappenau. Ein Ort, der Geschichte atmet und von einer tiefen Stille umgeben ist – und gleichzeitig so viel erzählt über das Leben…
-
Der Vorfall an der Freien Universität Berlin und die fehlende Empörung: Ein schleichendes Gift
Am 17. Oktober 2024 versuchten pro-palästinensische Aktivisten, das Gebäude des Universitätspräsidiums der Freien Universität Berlin zu besetzen. Die Eindringlinge gingen mit brutaler Gewalt vor, bedrohten Mitarbeitende und richteten erheblichen Sachschaden an. Antisemitische Symbole wurden an die Wände des historischen Gebäudes gesprüht, und die Reaktionen der Gesellschaft blieben weitgehend aus. Der Vorfall ist Teil einer beunruhigenden Entwicklung, in der antisemitische Demonstrationen und Aktionen zur Normalität zu werden drohen. Dieser Artikel beleuchtet die Ereignisse, die politischen Reaktionen und die Auswirkungen auf jüdische Studierende in Deutschland. Gestern ereignete sich ein schwerwiegender Vorfall an der Freien Universität Berlin. Wie die Polizei auf der Plattform X berichtet, verschafften sich mehrere Personen Zugang zu einem Gebäude…
-
Die Blockade von Waffenlieferungen an Israel: Ein gefährlicher Kurs von Annalena Baerbock und Robert Habeck
Die jüngsten Enthüllungen über die Blockade von Waffenlieferungen an Israel durch die Grünen, Außenministerin Annalena Baerbock und Wirtschaftsminister Robert Habeck werfen ernste Fragen über Deutschlands Sicherheitspolitik auf. Während Israel im Kampf um seine Existenz steht, verzögern Baerbock und Habeck die dringend benötigte Hilfe – mit der absurden Forderung nach einer Völkermord-Zusicherung. Im Folgenden beleuchte ich die moralischen und politischen Implikationen dieser Entscheidung und stelle die Frage: Welche Rolle spielen die Grünen-Wähler, und ist Baerbocks umstrittenes Abendessen mit israelfeindlichen Gästen Teil eines größeren Problems? In den vergangenen Monaten kam es in Deutschland zu heftigen Diskussionen über die Position der Bundesregierung gegenüber Israel. Eine der zentralen Fragen war, ob Waffenlieferungen an den…
-
Jom Kippur: Ein Tag der Erinnerung und der Versöhnung
Wenn ich heute an Jom Kippur denke, dann erinnere ich mich unweigerlich an das Jahr 1973. Am höchsten Feiertag des jüdischen Kalenders, überraschte damals ein Krieg das gesamte jüdische Volk. Der Jom-Kippur-Krieg, an dem arabische Staaten Israel angriffen, wurde zu einem der schmerzhaftesten Kapitel der modernen Geschichte Israels. Dieser Krieg, der an einem Tag begann, der eigentlich der inneren Einkehr und Umkehr gewidmet ist, hat tiefe Narben hinterlassen. Auch jetzt befindet sich Israel wieder in einem Zustand des Konflikts, und die Parallelen zu 1973 lassen sich kaum übersehen. Es ist eine bittere Ironie, dass Israel den höchsten Feiertag auch heute in Kriegszeiten begehen muss. Jom Kippur, der „Tag der Versöhnung“,…
-
Erinnerung an die jüdischen Opfer mutwillig zerstört: Zehn Stolpersteine in Zeitz herausgerissen und entwendet
In der Nacht vom 6. auf den 7. Oktober 2024 ereignete sich in der Stadt Zeitz ein Menschenverachtender Vorfall. Zehn Stolpersteine, die an jüdische Opfer des Nationalsozialismus erinnern, wurden aus dem Boden gerissen und gestohlen. Diese Tat ist mehr als nur ein Akt des Vandalismus – sie ist ein gezielter Angriff auf die Erinnerung an die Opfer des Holocausts und ein Ausdruck von Antisemitismus. Die Stolpersteine, die das Gedenken an die ermordeten Juden und andere Verfolgte des NS-Regimes bewahren sollen, wurden mutwillig zerstört, was die Bewohner der Stadt tief erschüttert hat. Das Stolperstein-Projekt: Eine lebendige Erinnerung Das Stolperstein-Projekt wurde in den 1990er Jahren von dem Kölner Künstler Gunter Demnig ins…
-
Yairs Entdeckung: Ein 1.800 Jahre alter Ring aus der Römerzeit beim Wandern gefunden
Es gibt Momente, die wie ein Fenster in die Vergangenheit wirken. Momente, die uns zeigen, dass Geschichte nicht nur in Büchern oder Museen lebt, sondern auch in unseren eigenen Händen, direkt unter unseren Füßen, nur einen Spaziergang entfernt. So ein Moment ereignete sich vor kurzem auf dem Karmelgebirge, als der 13-jährige Yair Whiteson während eines Wanderausflugs mit seinem Vater ein kleines, grünes und unscheinbares Objekt fand, das sich später als 1.800 Jahre alter Ring entpuppte. Ein Ring, der eine Geschichte erzählt, die tief in die Vergangenheit zurückreicht – und die mich heute noch bewegt. Yair war mit seinem Vater unterwegs – nach vier Monaten im Reservedienst endlich wieder gemeinsame Zeit…
-
Ein Blick auf die jüdische Weltbevölkerung: Zahlen, Bedeutungen und die Sehnsucht nach Einheit
Das neue Jahr beginnt mit einer bemerkenswerten Erkenntnis: Die jüdische Weltbevölkerung wächst, wenn auch in kleinen Schritten. Laut der aktuellen Statistik der Jewish Agency, über die auch The Times of Israel berichtet, leben weltweit 15,8 Millionen Juden – das sind etwa 100.000 mehr als im letzten Jahr. Diese Zahl mag auf den ersten Blick wenig erscheinen, aber sie erzählt eine tiefere Geschichte über das jüdische Volk, seine Herausforderungen und seine Zukunft. Von den insgesamt 15,8 Millionen Juden leben 7,3 Millionen in Israel. Das bedeutet, dass fast die Hälfte der gesamten jüdischen Bevölkerung heute in Israel zuhause ist. Das Land, das für Generationen von Juden nur ein Traum und eine Sehnsucht…
-
Martin Luther und die Juden: Ein schmerzliches Erbe und die lange Wirkung des Hasses
Die Auseinandersetzung mit Martin Luther ist für viele von uns, die sich mit der deutschen Geschichte und ihrer Komplexität befassen, eine Herausforderung. Luther war unbestritten eine zentrale Figur, die eine gewaltige Veränderung im Denken und Glauben der Menschen ausgelöst hat. Seine Rolle in der Reformation hat das Christentum und die westliche Welt geprägt. Doch seine Schriften zum Judentum sind eine dunkle Seite seines Vermächtnisses, und ihre Auswirkungen sind bis heute spürbar. Sie werfen die Frage auf, wie es einem so bedeutenden Reformator möglich war, einen so tiefen Hass gegen eine ganze Gruppe von Menschen zu entwickeln – und wie sehr diese Ansichten bis in unsere Gegenwart nachhallen. Der junge Luther:…