
Selbstüberschätzung oder verborgenes Talent? Wie du deine Begabungen realistisch einschätzt
Jeder Mensch hat Talente. Doch was, wenn wir unsere eigenen Fähigkeiten falsch einschätzen? Während manche sich für wahre Genies in einem Bereich halten, ohne es wirklich zu sein, übersehen andere ihre größten Stärken. Wie findet man heraus, ob man sich überschätzt oder unterschätzt? Und wie kann man eine realistische Einschätzung seiner Begabungen bekommen?
Warum wir uns oft täuschen
Unsere Selbstwahrnehmung ist nicht immer objektiv. Sie wird geprägt von Erfahrungen, unserem Umfeld und manchmal auch von Wunschdenken. Es gibt Menschen, die sich für talentierte Sänger oder Künstler halten, doch außerhalb ihres engen Kreises sieht das niemand so. Andere sind wahre Naturtalente, trauen sich aber nicht, ihre Fähigkeiten zu zeigen, weil sie von Zweifeln geplagt werden oder nie ermutigt wurden.
Eine verzerrte Selbstwahrnehmung entsteht oft durch zwei Faktoren: unser Umfeld und unsere eigenen Glaubenssätze. Wer sich nur mit Ja-Sagern umgibt, wird selten ehrliches Feedback erhalten. Gleichzeitig neigen manche Menschen dazu, sich selbst permanent in Frage zu stellen, selbst wenn sie objektiv betrachtet überdurchschnittlich gut in einer Sache sind.
Oft zeigt sich Talent daran, dass uns etwas besonders leichtfällt. Ein Musiker, der kaum übt und trotzdem immer gelobt wird, hat möglicherweise eine natürliche Begabung. Jemand, der leidenschaftlich gerne schreibt, aber wenig positives Feedback erhält, muss sich fragen, ob es sich um ein Talent handelt oder nur um ein Hobby. Wer gerne Ratschläge gibt, aber niemand sucht aktiv seinen Rat, sollte hinterfragen, ob noch Feinschliff oder eine andere Herangehensweise notwendig ist.
Die Gefahr der Selbstüberschätzung
Es gibt aber auch die Gefahr, sich selbst völlig zu überschätzen. Menschen, die überzeugt sind, dass sie ein großes Talent besitzen, ignorieren oft offensichtliche Hinweise darauf, dass ihre Fähigkeiten nicht so herausragend sind, wie sie glauben. Sie wundern sich über negative Reaktionen, während ihr Umfeld längst erkannt hat, dass ihr Können nicht den eigenen Ansprüchen entspricht. Wer sich selbst überschätzt, kann schnell an die falschen Herausforderungen geraten, was zu Misserfolg und Frustration führt.
Wenn wir unser eigenes Talent nicht erkennen
Auf der anderen Seite gibt es diejenigen, die ihre Talente nicht erkennen oder nicht an sich glauben. Vielleicht haben sie nie genug Bestätigung bekommen oder sind in einem Umfeld aufgewachsen, das ihre Fähigkeiten nicht gefördert hat. Viele erfolgreiche Menschen haben lange an sich gezweifelt, bevor sie den Mut fanden, ihre Begabungen ernst zu nehmen. Es lohnt sich, die eigenen Fähigkeiten kritisch zu hinterfragen und herauszufinden, ob es wirklich an fehlendem Talent liegt oder nur an mangelndem Selbstvertrauen.
Ein ehrlicher Blick auf die eigene Entwicklung kann helfen, eine realistische Einschätzung zu bekommen. Wer sich fragt, ob er in einer Sache wirklich gut ist, sollte sich nicht nur auf das eigene Empfinden verlassen, sondern auch auf objektive Hinweise. Gibt es Menschen, die einen für diese Fähigkeit wertschätzen? Kommt die Anerkennung aus fachkundigem Mund oder nur aus Höflichkeit? Bringt die Fähigkeit echte Ergebnisse oder bleibt es bei bloßer Theorie?
Es ist wichtig, sich mit Menschen zu umgeben, die einem ehrliches Feedback geben. Wer sich nur in einer Blase aus Bestätigung bewegt, wird niemals erkennen, wo er wirklich steht. Eine gesunde Selbstreflexion, kombiniert mit Rückmeldungen von außen, hilft dabei, Klarheit zu gewinnen. Wer sich überschätzt, kann lernen, realistischer zu denken. Wer sich unterschätzt, kann durch Bestätigung wachsen und den Mut finden, seine Stärken bewusst einzusetzen.
Was denkst du? Hast du dich schon mal in deinen Begabungen getäuscht – sei es durch Selbstüberschätzung oder Selbstzweifel? Schreib es in die Kommentare und teile deine Erfahrungen!
Hier findest Du den Podcast zum Thema…

