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Wannsee – der Moment, in dem Mord zum Verwaltungsakt wurde
Heute ist so ein Tag, der mir beim Lesen der Nachrichten und beim Blick auf den Kalender kurz den Atem nimmt. Der 20. Januar ist nicht einfach irgendein Datum. Am 20. Januar 1942 trafen sich in einer Villa am Großen Wannsee in Berlin fünfzehn Männer aus SS, Partei und Ministerien, um die „Endlösung der europäischen Judenfrage“ in eine Form zu bringen, die man in Akten, Zuständigkeiten und Abläufen abarbeiten konnte. Und genau das macht es so schwer auszuhalten: Nicht das Bild von „Wahnsinn“ oder „Chaos“, sondern dieses kalte Funktionieren. Dieses „wir regeln das“. Bürokratie, die sich geschniegelt gibt, während sie den Massenmord organisiert. Was damals in Wannsee wirklich passierte Die…
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Geschichte wiederholt sich: Wie Autokraten die Welt erneut in den Abgrund stürzen
Ich merke, wie mich der Satz aus Kohelet „Es gibt nichts Neues unter der Sonne“ heute aufrüttelt, weil ich beim Blick auf 1933 und die Weltlage von heute ähnliche Muster von Machtstreben, Angstpolitik und Grenzverschiebungen erkenne. Mir wird klar, wie gefährlich es ist, wenn wir uns an Drohungen, Entmenschlichung und das Reden über Länder wie über Beute gewöhnen. Deshalb will ich nicht hinnehmen, dass ein paar Mächtige die Welt wieder in den Abgrund reißen, sondern wach bleiben, widersprechen und Demokratie und Menschenwürde aktiv verteidigen. Am Ende frage ich mich, welchen ersten Schritt jeder von uns jetzt gehen muss, bevor das Ungeheuerliche wieder „normal“ aussieht.





