Schluss mit dem Montags-Blues! Mein jüdischer Sonntag als Geheimwaffe gegen den Montags-Frust
Der Montagmorgen – für viele ist er das Schreckgespenst der Woche. Das schrille Klingeln des Weckers fühlt sich wie ein Überfall auf die Freiheit an, die wir uns am Wochenende mühsam zurückerobert haben. Statistiken lügen nicht: Montags gehen die meisten Krankmeldungen ein, die Produktivität hinkt, und sogar das Risiko für Herz-Kreislauf-Beschwerden ist am Montagmorgen nachweislich am höchsten. Aber woran liegt das eigentlich?
Es ist der harte Kontrast. Wir springen vom Lustprinzip des Sonntags – ausschlafen, Zeit mit Freunden, Selbstbestimmung – direkt in das kalte Wasser des Pflichtprinzips. Biologen nennen das den „Social Jetlag“. Wenn wir am Wochenende unseren Rhythmus verschieben, rebelliert der Körper am Montagmorgen gegen die innere Uhr. Es ist, als müssten wir einen eiskalten Motor ohne Vorwärmen auf Höchstgeschwindigkeit bringen.
Ich persönlich kenne diesen Montags-Blues nicht. Das liegt vielleicht daran, dass mein Rhythmus ein anderer ist. Als Jude ist der Sonntag für mich bereits ein Arbeitstag. Während die Welt um mich herum noch ruht, nehme ich schon Fahrt auf. Dieser Sonntag ist für mich ein Geschenk: Er ist leiser, sanfter und erlaubt mir ein tiefes Eintauchen in meine Aufgaben, ohne dass das Telefon ständig klingelt oder die Hektik des Alltags mich ablenkt.
Mein Geheimnis für einen gelungenen Start ist die Brücke, die ich schon am Vorabend baue. Mein Montag beginnt im Kopf bereits am Sonntag. Ich stelle mich mental auf die Struktur der Woche ein. Das bedeutet auch, dass ich am Sonntagabend bewusst früher ins Bett gehe. Wenn mein Wecker dann am Montagmorgen um 4:45 Uhr klingelt, ist das kein Schock für mein System. Mein Körper und mein Geist sind vorbereitet. Die Routine ist fest verankert, und ich starte mit einer Klarheit in den Tag, die mir die Hoheit über meine Zeit zurückgibt.
Vielleicht ist das ein Weg, den auch du ausprobieren kannst: Den Montag nicht als den großen Feind zu betrachten, der plötzlich über uns hereinbricht, sondern den Übergang schon am Sonntagabend einzuleiten. Ein kleiner Moment der Planung, ein bisschen mehr Schlaf und die bewusste Entscheidung, den Motor langsam warm laufen zu lassen, können den Unterschied machen. So wird der Wochenstart nicht zur Hürde, sondern zu einer Einladung, die kommenden Tage mit Energie und Ruhe zu gestalten.
Wie erlebst du deinen Montagmorgen? Ist es für dich ein Kampf gegen die Uhr oder hast du vielleicht auch eine eigene Routine gefunden, die dir den Start erleichtert? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich bin gespannt auf deine Erfahrungen.
Euer Schimon
Entdecke mehr von Schimons Welt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


