• Kulinarik

    Wiener Apfelstrudel in stürmischen Zeiten: Ein kulinarischer Streifzug durch das Jahr 1933

    Es ist schon seltsam, wenn ich mich durch die staubigen digitalen Archive grabe und dabei nicht nur auf die großen Erschütterungen der Weltgeschichte stoße, sondern plötzlich mitten in einer warmen, duftenden Küche im Januar 1933 stehe. Während draußen die politische Lage in Berlin immer frostiger wurde und die Zeitungen voll von Berichten über brennende Luxusschiffe und machtpolitische Ränkespiele waren, gab es einen Ort, an dem die Welt noch eine gewisse Beständigkeit atmete: den Küchentisch. Bei meiner Recherche zur „Deutschen Tageszeitung“ vom 5. Januar 1933 bin ich über die Beilage „Die Frau und ihre Welt“ gestolpert, und ich muss Dir gestehen, dass mich diese ganz alltäglichen Themen oft viel tiefer berühren…

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    Die Kartoffel – Von der Lebensretterin zur Wegwerfware

    Es bricht mir das Herz, wenn ich die Nachrichten vom aktuellen Kartoffelmarkt lese. Wir haben in diesem Jahr eine wunderbare, reiche Ernte eingefahren. Doch was eigentlich ein Grund zur Freude und Dankbarkeit sein sollte, wird in unserer heutigen Marktlogik zum Problem: Die Preise sind im Keller, und weil der Absatz fehlt, landen tonnenweise beste Speisekartoffeln in Biogasanlagen. Nahrungsmittel, die vernichtet werden, weil sie „zu viel“ sind. Wenn ich das höre, muss ich an die Geschichte denken, die wir fast vergessen haben. Es gab Zeiten, da war diese knollige „Zitrone des Nordens“ die einzige Rettung vor dem Skorbut im Winter. Friedrich der Große musste sie einst von Soldaten bewachen lassen –…

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    Sabich – Das erste Brot nach Pessach, auf das ich mich freue

    Ganz ehrlich – manchmal brauche ich einfach was fürs Herz. Kein Fastfood, sondern echtes Soulfood. Und wenn ich mich entspannen will, dann zieht’s mich nicht auf die Couch mit Chips, sondern auf YouTube. Da schaue ich mir total gern Street-Food-Filme an. Du kennst das vielleicht: Menschen an wackeligen Tischen, dampfende Töpfe, bunte Zutaten, ein bisschen Chaos und ganz viel Geschmack. Genau mein Ding. Neulich bin ich bei so einem Video hängen geblieben. Da stand ein Typ irgendwo in Tel Aviv an einem kleinen Straßenstand, hat in einer riesigen Pfanne Auberginen gebraten, Eier geschält, mit Tahina herumgekleckert und immer wieder dieses fluffige Pitabrot aufgerissen, um es mit allem vollzupacken. Das Ganze…

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    Die Vielfalt der Ernährung: Eine persönliche Reise durch verschiedene Ernährungsformen

    Ernährung – ein Thema, das uns täglich beschäftigt und vor zahlreiche Entscheidungen stellt. Was wir essen, ist längst nicht mehr nur eine Frage der Sättigung, sondern auch von Gesundheit, Ethik und Umweltbewusstsein geprägt. Unsere Essgewohnheiten spiegeln wider, wie wir über die Welt und unsere Rolle darin denken. Dabei gibt es eine Vielzahl von Ernährungsansätzen, die alle ihre eigenen Prinzipien und Philosophien haben. In diesem Artikel möchte ich euch einige der bekanntesten Ernährungsformen vorstellen und dabei auch einen sehr persönlichen Blick auf die koschere Ernährung werfen, nach der ich mich selbst ernähre. Diese Entscheidung ist für mich nicht nur eine Frage der Religion, sondern auch eine Lebensweise, die mir Struktur, Bewusstsein…

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    Schimon in Aktion: Die skurrile Odyssee der Spaghetti Bolognese

    Hallo liebe Food-Liebhaber, heute lasse ich euch einen kleinen Einblick in mein chaotisches kulinarisches Leben gewähren. Denn ehrlich gesagt, ich halte mich nicht unbedingt für einen Meisterkoch – eher für einen Hobby-Abenteurer in der Küche. Und eine meiner bisher wildesten Reisen führte mich in das Land der Spaghetti Bolognese. In meiner Vorstellung war es ein einfaches Gericht: Spaghetti, Hackfleischsoße, fertig. Was sollte schon schiefgehen? Nun ja, alles. Beim ersten Versuch stolperte ich über das klassische Problem: der Soße. Lasst mich euch erzählen, wie ich in den Tiefen der Bolognesesoße verloren gegangen bin. Ich begann mit Zwiebeln und Knoblauch, so wie es sich für einen Abenteurer in der Küche gehört. Doch…

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    Wie Kochen das Selbstwertgefühl steigert: Neue Studie zeigt positive Auswirkungen auf die Psyche

    In einer Welt, in der Fertiggerichte und Lieferdienste das Kochen zu einer immer selteneren Fähigkeit machen, ist es erfrischend zu hören, dass das Erlernen dieser Fähigkeit nicht nur dazu führt, dass unser Bauch gefüllt wird, sondern auch unser Selbstwertgefühl steigt. Eine neue Studie hat nun gezeigt, dass Menschen, die kochen können, ein höheres Maß an Selbstwertgefühl haben. Die Studie, die in Australien durchgeführt wurde, befragte insgesamt 657 gesunde Erwachsene, die einen siebenwöchigen Kochkurs besucht hatten. Die Teilnehmer wurden vor und nach dem Kurs befragt, um Veränderungen in ihrem Selbstwertgefühl zu erfassen. Das Ergebnis war beeindruckend: Die Teilnehmer hatten nicht nur mehr Freude daran, Essen zuzubereiten, sondern erlebten sich auch als…