Tagesimpuls: Die verbrannte Zwiebel – Gelassenheit statt Perfektion
Du stehst am Herd, das Öl zischt in der Pfanne, und während du nur kurz das Schneidebrett abwischst oder eine Nachricht auf dem Handy überfliegen willst, passiert es schon: Der Geruch schlägt um, und die eben noch glasig gedünsteten Zwiebeln haben sich in tiefschwarze Kohlebriketts verwandelt. In solchen Momenten springt bei den meisten von uns sofort der innere Kritiker an. Man ärgert sich grün und blau, schimpft über die eigene Schusseligkeit und hat das Gefühl, das ganze Abendessen sei schon ruiniert, bevor man überhaupt richtig zu kochen angefangen hat. Wir sind im Alltag oft so sehr auf Hochleistung getrimmt, dass wir selbst beim Kochen nach Feierabend meinen, wie in einer professionellen Restaurantküche abliefern zu müssen. Bloß kein Fehler, bloß keine Ablenkung, alles muss auf den Punkt gelingen. Aber mal ganz ehrlich: Kochen ist kein Leistungssport und das Leben erst recht nicht. Wenn die Zwiebeln verbrannt sind, kratzt du das Schwarze eben mit dem Pfannenwender heraus oder kippst den Inhalt kurz in den Biomüll, wischst die Pfanne mit etwas Küchenpapier aus und wirfst eine neue Zwiebel hinein. Die Welt dreht sich trotzdem weiter. Das Essen schmeckt am Ende genauso gut, vielleicht sogar besser, weil du dir den Druck nimmst, perfekt sein zu müssen. Nimm dir heute beim Kochen einfach den Druck raus und erlaube dir, Fehler mit einem Achselzucken wegzulächeln. Selbst wenn es heute Abend nur dafür reicht, die verbrannten Ränder einer Pizza gelassen vom Teller zu schieben, statt dich darüber zu ärgern, hast du schon gewonnen.
Wie gehst du mit solchen kleinen Pannen in der Küche oder im Alltag um? Ärgert dich ein Missgeschick noch lange, oder lachst du drüber und machst einfach weiter? Schreib mir deine Erfahrung direkt in die Kommentare – ich freue mich auf deine Gedanken!
Euer Schimon
Bild: Symbolbild / KI-generiert
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