
Selbstfürsorge als Eltern – Warum Du Dich nicht selbst vergessen darfst
Wenn Du eine Mutter bist – vielleicht sogar eine alleinerziehende –, dann kennst Du diesen Zustand vermutlich nur zu gut: Du funktionierst. Du kümmerst Dich. Du gibst. Jeden Tag. Für die Kinder, den Job, den Haushalt, die Schule, den Kalender, die Arzttermine. Und irgendwann ist da dieser Moment, in dem Du merkst: Ich kann nicht mehr. Aber ich muss ja.
Ich möchte Dir heute sagen: Nein, musst Du nicht. Du darfst innehalten. Du darfst müde sein. Du darfst erschöpft sein. Und Du darfst Hilfe annehmen. Mehr noch: Du musst auf Dich achten – weil es sonst niemand für Dich tut.
Ich bin kein alleinerziehender Elternteil. Aber ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn alles an einem hängt. Wenn die Kinder da sind, die Verantwortung, die Sorgen – und gleichzeitig das Leben Dir Steine in den Weg legt. Bei uns war es der Hausbrand. Krankheiten. Existenzängste. Phasen, in denen meine Frau kaum noch konnte und ich derjenige war, der den Laden zusammenhalten musste. Es war nicht die Erziehung selbst, die mich erschöpft hat. Es war das ganze Drumherum. Die Summe aus allem.
Was mir damals geholfen hat, waren kleine Inseln. Ich habe irgendwann gemerkt: Wenn ich nicht auf mich achte, werde ich ungerecht. Ich wurde gereizt, laut, ungeduldig. Das waren meine Warnsignale. Und dann brauchte ich genau das: einen Spaziergang, einen ruhigen Moment am Schreibtisch, ein Blatt Papier, einen Stift, ein Bild, ein Gebet. Oder einfach nur: Stille.
Ich habe versucht, mein Leben zu strukturieren. Mir Pläne gemacht. To-do-Listen geschrieben. Das mag nicht für alle funktionieren – aber mir hat es geholfen. Weil Struktur Klarheit bringt. Und Klarheit gibt Kraft.
Was ich Dir sagen möchte: Du darfst auf Dich schauen. Du musst sogar. Denn wenn Du ständig über Deine Grenzen gehst, zahlst nicht nur Du den Preis. Auch Deine Kinder spüren das. Sie merken, wenn Du leer wirst. Und Du brauchst keine Schuldgefühle haben, wenn Du Dir eine Pause gönnst. Im Gegenteil – Du zeigst Deinen Kindern damit, dass Selbstfürsorge kein Egoismus ist, sondern eine Lebenskunst.
Wenn Du das Gefühl hast, nicht mehr weiterzuwissen: Hol Dir Hilfe. Vielleicht durch eine Freundin. Vielleicht durch einen Coach, der mit Dir gemeinsam den Alltag strukturiert. Oder durch das Jugendamt, eine Beratungsstelle, ein Elternnetzwerk. Du bist nicht allein. Du musst nicht alles allein schaffen.
Und weißt Du was? Es braucht gar nicht die große Veränderung. Oft reicht schon ein Moment. Ein Gespräch. Eine halbe Stunde nur für Dich. Und ein einziger ehrlicher Gedanke: Ich bin wichtig. Ich darf sein. Ich darf atmen.
Ich hoffe, dieser Text ist so ein Moment für Dich. Ein kleiner Anker. Ein Lichtblick. Und wenn Du das Gefühl hast, Du brauchst mehr davon – ich bin da. Als Coach. Oder einfach als Mensch, der zuhört.
Von Herzen – Dein Schimon
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