• Kalenderblatt

    31.01.1933 – Demokratie am Abgrund? Warum das „Zähmen“ von Extremisten schon 1933 krachend scheiterte

    Ich habe heute einen Artikel gelesen, der bei mir diesen inneren Alarm ausgelöst hat, den ich inzwischen sehr ernst nehme. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst warnt vor den nächsten Landtagswahlen und zieht dabei eine direkte Linie zum Jahr 1933. Er tut das nicht als billigen Vergleich, sondern als Mahnung daran, wie schnell eine Demokratie verschwinden kann, wenn Antidemokraten erst einmal an den Schalthebeln sitzen. Wüst sprach im Bundesrat anlässlich des Holocaust-Gedenkens und sagte sinngemäß: Die Idee, Extremisten würden sich „in der Verantwortung“ schon von selbst entzaubern, sei gefährlicher Unfug. Und dann folgt dieser eine Satz, der bei mir hängen geblieben ist: Es sei nicht auszuschließen, dass ein Feind unserer Demokratie sogar…

  • Kalenderblatt

    07.01.1933 – Die Goebbels-Amnestie, das Hitler-Papen-Komplott und die Warnsignale für 2026

    In diesem Kalenderblatt ziehe ich eine beklemmende Parallele zwischen dem Januar 1933 und unserer Gegenwart im Jahr 2026. Ausgehend von der historischen Goebbels-Amnestie und dem politischen Komplott gegen die Regierung Schleicher beleuchte ich das gefährliche Schweigen der gesellschaftlichen Mitte. Damals wie heute erleben wir eine Erosion des Rechtsstaats, eine besorgniserregende Verschiebung der moralischen Grenzen und eine Normalisierung von politischer Gewalt – ob beim Brandanschlag auf den Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner oder Angriffen auf die Infrastruktur. Der Artikel ist ein flammendes Plädoyer gegen die Gleichgültigkeit und eine Mahnung an die Politik, die Wehrhaftigkeit unserer Demokratie nicht durch Zögern und Taktieren zu verspielen.

  • Schimon

    Die verborgenen Verbündeten Putins: Warum Trump, Musk und die AfD Europa verraten

    Ich habe lange überlegt, ob ich diesen Artikel wirklich schreiben soll. Nicht, weil ich Angst habe, sondern weil es so schwer ist, in Worte zu fassen, was ich fühle, seit ich vor ein paar Tagen diesen Podcast von Paul Ronzheimer gehört habe. Ein Gespräch mit dem ZDF-Dokumentarfilmer Johannes Hano. Ich kannte Hano bereits von einigen Reportagen, aber was er in dieser Folge erzählt – und was in seiner ZDF-Doku „Putins Helfer“ sichtbar wird – hat mich erschüttert. Es hat mich verändert. Und es hat mir die Augen geöffnet. Denn alles begann mit einer Frage, die ich mir selbst schon lange stelle: Warum hält sich Trump nicht an die Absprachen mit…

  • Antisemitismus

    Die AfD und ihre transatlantischen Helfer: Warum die Unterstützung von Elon Musk und JD Vance ein Weckruf für die Demokratie ist

    Die jüngsten Ereignisse in der deutschen und internationalen Politik haben eine beunruhigende Entwicklung ins Licht gerückt: Die rechtsextreme Partei Alternative für Deutschland (AfD) erhält Unterstützung aus den Vereinigten Staaten. Prominente Akteure wie Elon Musk und JD Vance nutzen ihre Plattformen und ihren Einfluss, um die AfD zu stärken. Diese Entwicklung hat nicht nur Folgen für Deutschland, sondern auch für die globale Demokratie. Es ist an der Zeit, genauer hinzusehen. Die Alternative für Deutschland wurde 2013 als eurokritische Partei gegründet. Ihr Ursprung lag in der Kritik an der Europäischen Union und der Finanzpolitik der Eurozone. Doch bereits wenige Jahre später wandelte sich die Partei grundlegend. Sie zog Populisten und Nationalisten an,…

  • Israel

    Deutschlands Gratwanderung: Historische Verantwortung für Israel im Spannungsfeld einer diversen Gesellschaft

    Deutschland steht an einem Scheideweg. Die historische Verantwortung für Israels Sicherheit, geboren aus der Schuld des Holocausts, trifft auf eine zunehmend diverse Gesellschaft und politische Polarisierung. Wie kann Deutschland seine Vergangenheit in die Zukunft tragen, ohne seine Identität und Werte zu verlieren? Dieser Artikel beleuchtet die komplexen Herausforderungen und sucht nach Wegen für ein neues Miteinander. Deutschlands Haltung zu Israel ist einzigartig. Sie wurzelt in der moralischen und historischen Verpflichtung, die aus dem Holocaust erwächst. Über Jahrzehnte hinweg war dieses Bekenntnis zu Israels Sicherheit nicht nur ein diplomatischer Akt, sondern auch ein Grundpfeiler der deutschen Nachkriegsidentität, ein Symbol der Wiedergutmachung und der Abkehr vom dunkelsten Kapitel der eigenen Geschichte. Doch…

  • Schimon

    Direkte Demokratie in Deutschland und der Aufwind der AfD: Ein System in der Kluft zwischen Repräsentation und Bürgerwille

    Deutschland steht vor einer doppelten Herausforderung: Einerseits sieht sich das Land mit dem begrenzten Einfluss der Bürger auf politische Entscheidungen konfrontiert, andererseits gewinnen Parteien wie die AfD zunehmend an Zustimmung, vor allem in Ostdeutschland. Beides hängt eng zusammen. Die Begrenzung direkter demokratischer Beteiligung auf Bundesebene verstärkt das Gefühl der Entfremdung vieler Menschen von der Politik, insbesondere in Ostdeutschland. In dieser Analyse sollen die Hintergründe für die begrenzte direkte Demokratie in Deutschland beleuchtet und zugleich die Gründe für den Erfolg der AfD in den neuen Bundesländern untersucht werden. Direkte Demokratie in Deutschland: Historische und verfassungsrechtliche Hürden Die direkte Demokratie ist in Deutschland nur bedingt möglich – dies hat historische Gründe. Nach…

  • Schimon

    Farbenlehre der AfD: Wenn Braun und Blau sich mischen

    Wer die Farbenlehre kennt, weiß: Mischt man Braun und Blau, erhält man ein kühleres, dunkles Braun – nicht Blau. In der politischen Landschaft Brandenburgs zeichnet sich nun ein ähnliches Bild ab, das viele Menschen alarmiert. Die AfD und „Die Heimat“ – ehemals die NPD – planen erstmals, eine Fraktion in einem Kreistag und in einer Stadtverordnetenversammlung zu bilden. Diese Entwicklung sorgt für erheblichen Diskussionsstoff, nicht zuletzt wegen der Rolle von AfD-Chef Tino Chrupalla, der diesen Zusammenschluss maßgeblich unterstützt haben soll. In meinem Bekanntenkreis haben einige bei der Europawahl ihr Kreuz bei der AfD gesetzt. Sie glaubten, eine konservative, bürgerliche Partei zu wählen. Doch was sich nun in Brandenburg abzeichnet, legt…

  • Geschichte

    Die Aussage Alice Weidels (AfD) zum Niedergang des Deutschen Reiches

    Die Aussage der AfD-Chefin Alice Weidel während eines ZDF-Sommerinterviews hat für massive Kritik gesorgt. In dem Interview wurde sie gefragt, warum sie im Mai nicht am Empfang der russischen Botschaft in Berlin zum Jahrestag des Sieges über Nazi-Deutschland teilgenommen habe, während ihr Co-Vorsitzender Tino Chrupalla anwesend war. Weidel antwortete daraufhin: „Ich hab natürlich für mich entschieden, das ist eine persönliche Entscheidung gewesen, aus politischen Gründen daran nicht teilzunehmen. Also hier die Niederlage des eigenen Landes zu befeiern mit einer ehemaligen Besatzungsmacht, ist etwas, wo ich für mich persönlich entschieden habe, auch mit der Fluchtgeschichte meines Vaters, daran nicht teilzunehmen.“ Diese Äußerungen haben bei vielen Menschen für Empörung gesorgt. Kritiker werfen…

  • Schimon

    Die Einbindung der AfD in den politischen Diskurs: Die Entzauberung der Populisten

    In den letzten Jahren hat sich eine deutliche Spaltung innerhalb der deutschen Gesellschaft manifestiert. Die AfD, als Partei des Rechtspopulismus, konnte große Erfolge bei Wahlen erzielen und gehört mittlerweile zu den etablierten Parteien Deutschlands. Dennoch scheinen die etablierten Parteien noch immer nicht bereit zu sein, die AfD als legitimen politischen Akteur anzuerkennen und einzubinden. Diese Strategie der Ausgrenzung hat sich als erfolglos erwiesen und es ist an der Zeit, dass sich die etablierten Parteien die Frage stellen, warum sie der Demokratie nicht zutrauen, die Populisten zu entzaubern. Schauen wir uns doch einmal die Situation in anderen europäischen Ländern an. In vielen Ländern, wie zum Beispiel den Niederlanden oder Österreich, gibt…