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Vom Mut, das Buch weiterzuschreiben: Warum 365 leere Seiten eine Illusion sind
Ein einziger Satz, der mir heute Abend beim Scrollen ganz flüchtig begegnet ist, hat gereicht, um meine Gedanken für Stunden festzuhalten. Da stand er, schlicht und beinahe provokant in seiner Ästhetik: Jedes Jahr ist ein Buch mit 365 leeren Seiten. Es war nur ein kurzer Moment, ein Wischen über das Display, doch die Worte blieben hängen wie ein Echo in einem leeren Raum. Im ersten Augenblick klingt das wunderschön, fast wie ein Versprechen auf Erlösung. Es riecht nach frischer Druckerschwärze, nach einem Neuanfang ohne Altlasten und nach der Freiheit, alles noch einmal ganz anders zu machen. Doch während ich hier sitze und in die Dunkelheit schaue, merke ich, wie sich…