• Mein Blick

    Versagen wir als Gesellschaft? Warum unsere Bildungslücke das Land zerreißt

    Habt ihr euch in letzter Zeit auch mal gefragt, wann wir eigentlich verlernt haben, vernünftig miteinander zu reden? Wenn ich mir die aktuellen Nachrichten anschaue, sehe ich ein Land, das unter Hochspannung steht. Eine aktuelle Forsa-Umfrage bestätigt das jetzt schwarz auf weiß: 88 % von uns haben mittlerweile richtig Angst vor den wachsenden Spannungen in unserer Gesellschaft. Und wisst ihr, was das Beunruhigende ist? Mit 90 % wird das Problem im Bildungssystem sogar als noch größere Gefahr für unsere Zukunft wahrgenommen. Aber hängen diese beiden Dinge nicht untrennbar zusammen? Ich sitze hier und denke an meine vielen Jahre in der sozialen Arbeit mit Jugendlichen zurück. Da wird mir eines bewusst:…

  • Antisemitismus

    Wenn der Hass die Haustüre erreicht: Der Brandanschlag auf Andreas Büttner

    Dieser Artikel setzt sich intensiv mit dem feigen Brandanschlag auf den Brandenburger Antisemitismusbeauftragten Andreas Büttner auseinander. Ausgehend von dem bedrohlichen Symbol des roten Hamas-Dreiecks an Büttners Haus beschreibt Schimon die erschreckende Eskalation von Judenhass und Einschüchterung in Deutschland. Der Text ist ein flammendes Plädoyer gegen das Wegsehen, zieht Parallelen zu den dunkelsten Kapiteln der Geschichte und fordert eine wehrhafte Demokratie, die nicht nur mit Worten, sondern mit der vollen Härte des Gesetzes gegen Antisemitismus vorgeht.

  • Kalenderblatt

    04.01.1933 – Der Fall Professor Cohn, der Skandal um Gut Neudeck und das bittere Elend der Primitivsiedler

    Wenn ich heute die Morgenausgabe der „Vossischen Zeitung“ vom 4. Januar 1933 aufschlage, spüre ich sofort diesen bleiernen Stillstand, der über dem Land liegt. Während ganz Deutschland gebannt auf die winzige Landtagswahl in Lippe-Detmold starrt, die wie ein unheilvolles Barometer für die Macht der Nationalsozialisten über dem Reich schwebt, vollzieht sich an den Universitäten bereits der offene Bruch mit der Zivilisation. Besonders tief bewegt mich der „Fall Professor Cohn“, über den die Zeitung unter der Schlagzeile der „Breslau-Aussprache“ berichtet. Es ist herzzerreißend zu lesen, wie die akademische Freiheit, die wir heute so oft als selbstverständlich erachten, damals unter den Stiefeln radikalisierter Studenten zerbrach. Der jüdische Rechtsgelehrte Cohn konnte seine Vorlesungen…

  • Kalenderblatt

    01.01.1933 – Warnung vor dem Faschismus, Ruf nach dem autoritären Staat und die verzweifelte Hoffnung auf Arbeit

    Ich sitze hier an meinem Schreibtisch, draußen bereitet sich die Welt auf den Jahreswechsel 2025/2026 vor, doch meine Gedanken sind ganz woanders. Vor mir liegen die digitalisierten Seiten der Berliner Morgen-Zeitung und der Täglichen Rundschau vom Neujahrstag 1933. Es ist ein merkwürdiges, fast unheimliches Gefühl, in diese Zeit einzutauchen, während das eigene Leben im Hier und Jetzt stattfindet. Wenn ich diese Zeilen lese, spüre ich viele beklemmende Parallelen, so eine Art historisches Echo, das mich frösteln lässt. Wir schauen heute oft mit einer gewissen Überlegenheit zurück, im Wissen um alles, was danach geschah, aber wenn man so tief in die Quellen eintaucht wie ich gerade, dann erkennt man, dass die…

  • Schimon

    Wie meine Texte entstehen: Ein Blick hinter die Kulissen von Schimons Welt

    Immer wieder erreicht mich die gleiche Frage, wenn ich mit Menschen ins Gespräch komme oder Nachrichten erhalte. Sag mal Peter, wie machst du das eigentlich mit den vielen Artikeln, wie schaffst du es, manchmal zwei oder drei Texte am Tag zu veröffentlichen und woher nimmst du die ganze Zeit dafür? Es ist ein Geheimnis, das eigentlich gar keines ist, sondern vielmehr mit einer gewissen Systematik und dem Nutzen jener kleinen Lücken zu tun hat, die uns der Alltag schenkt. Da ich beruflich viel mit dem Auto unterwegs bin, nutze ich diese Stunden auf der Straße nicht nur zum Fahren, sondern vor allem zum Aufsaugen von Informationen und zum Nachdenken. Ich…

  • Kulinarik

    Gefahr im Studentenfutter: Warum Du bei Nüssen und Gebäck jetzt genau hinsehen solltest

    Der Duft von frisch gerösteten Mandeln, das Aroma von kräftigem Kaffee und die süße Verführung von Schokolade gehören zur Vorweihnachtszeit wie das Leuchten der Kerzen am Adventskranz. Wenn wir über die festlichen Märkte schlendern oder uns zu Hause einen gemütlichen Nachmittag machen, verlassen wir uns meist ganz intuitiv auf unser Gefühl. Doch hinter den Kulissen unserer Festtafeln findet eine ganz andere Art der Aufmerksamkeit statt. In diesem Jahr hat das Landesamt für Landwirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Fischerei in Rostock ganz genau hingeschaut und die typischen Produkte der Saison unter die Lupe genommen. Es ist beruhigend zu wissen, dass die Experten vom LALLF bei ihren Untersuchungen von Nüssen, Trockenfrüchten und Weihnachtsgebäck eine…