Papst Leo XIV. und die Nahost-Krise: Warum Verhandlungen mit „Amalek“ zum Scheitern verurteilt sind
Papst Leo XIV. hat sich heute am 1. März 2026 zur eskalierenden Lage im Nahen Osten geäußert und fordert angesichts der Angriffe auf das iranische Regime ein Ende der „Spirale der Gewalt“ sowie sofortige Verhandlungen. Doch dieser Appell aus dem Vatikan ist eine gefährliche Grenzüberschreitung. Wer in diesem Moment zur Diplomatie aufruft, ignoriert nicht nur die historische Verantwortung der Kirche gegenüber dem Judentum, sondern auch die Chance auf eine Befreiung der Menschen im Iran vom Terror der Mullahs.
Diesen Widerspruch empfinde ich als zutiefst erschütternd. Wenn ich die Geschichte der katholischen Kirche betrachte, sehe ich eine Institution, die sich über Jahrhunderte hinweg kaum für jüdisches Leben eingesetzt hat – oft war das Gegenteil der Fall. Dass nun ausgerechnet aus Rom die Forderung kommt, mit jenen an einen Tisch zu treten, die die Vernichtung Israels zum Staatsziel erklärt haben, zwingt mich zu einer tieferen Einordnung. Ich komme nicht umhin, diese aktuelle Bedrohung in einem Kontext zu sehen, der weit über die moderne Diplomatie hinausgeht und den Kern jüdischen Überlebenswillens berührt.
Um die Problematik dieser päpstlichen Rhetorik zu verstehen, muss man den Begriff Amalek einordnen. In der jüdischen Tradition steht Amalek für den Erzfeind, der Israel grundlos und mit dem Ziel der totalen Vernichtung angreift – es ist der „Kopf der Schlange“. Das Mullah-Regime im Iran, das die Auslöschung Israels propagiert und durch Stellvertreter wie Hamas, Hisbollah und Huthis weltweit Terror sät, ist das moderne Amalek. Mit einer solchen Vernichtungsideologie kann man nicht verhandeln.
Dass ausgerechnet die Institution, die über Jahrhunderte hinweg das Judentum verfolgt oder in seinen dunkelsten Stunden geschwiegen hat, nun Israel zur Zurückhaltung mahnt, ist ein Hohn. Der Papst fordert Diplomatie, wo Entschlossenheit gegen das Böse nötig wäre. Er verliert kein Wort über die Grausamkeiten der Huthis oder die vielen Iraner, die unter der Unterdrückung des Regimes leiden und einen militärischen Schlag als Befreiung auf den Straßen im Iran feiern. Sein Ruf nach Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt, wo das Regime im Iran wankt, wirkt wie ein Rettungsanker für die Unterdrücker.
Dabei stellt sich mir eine ganz wesentliche Frage: Warum nutzt der Papst seine Stimme nicht für einen ganz anderen Aufruf? Warum fordert er die weltweite Christenheit nicht dazu auf, sich geschlossen hinter das jüdische Volk zu stellen? Es wäre an der Zeit, dass Christen überall auf die Welt auf die Straße gehen, um ein unmissverständliches Zeichen für das Volk G-ttes zu setzen. Anstatt zur diplomatischen Passivität zu mahnen, sollte das Oberhaupt der Kirche dazu aufrufen, an der Seite Israels Flagge zu zeigen. Ein solches Zeichen der Solidarität würde die historische Schuld nicht tilgen, aber es wäre ein längst überfälliges Bekenntnis zur Wahrheit und zum Schutz bedrohten Lebens.
Ein Frieden, der auf dem Erhalt eines Terror-Regimes basiert, ist kein echter Frieden, sondern eine Kapitulation. Wer den Terror nicht beim Namen nennt und die Hoffnung der Menschen im Iran auf Freiheit ignoriert, hat seine moralische Glaubwürdigkeit verspielt. Wahre Stabilität in der Region wird es erst geben, wenn der Kopf der Schlange zerschlagen ist und nicht, wenn man mit ihm am Verhandlungstisch sitzt.
Was denkt Ihr darüber? Kann eine Kirche, die ihre eigene Geschichte nicht aufgearbeitet hat, in diesem Konflikt überhaupt neutral sein? Ich freue mich auf Eure Kommentare.
Euer Schimon
Entdecke mehr von Schimons Welt
Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


