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Milliarden für den Frieden? Davos, Macht und die eisige Realität des Krieges
In den letzten Tagen habe ich die Bilder und Meldungen aus Davos verfolgt, und es hat sich dieses beklemmende Gefühl in mir ausgebreitet, das ich nur schwer abschütteln kann. Auf dieser Bühne, wo Mächtige reden, lächeln, verhandeln und sich gegenseitig versichern, wie wichtig Stabilität und Frieden seien, wirkt der Krieg plötzlich wie etwas, das man mit den richtigen Worten und den richtigen Deals in den Griff bekommt. Und genau in diese Kulisse hinein hat Präsident Trump beim Weltwirtschaftsforum die Gründung seines sogenannten „Board of Peace“ inszeniert – ein Friedensgremium, das globale Konflikte lösen soll, unter seinem Vorsitz. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr bleibt mir dieser eine Punkt im…
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Israels humanitäre Hilfe: Umfassende Unterstützung für die Zivilbevölkerung in Gaza während der Wintermonate
Die israelische Behörde COGAT koordiniert zusammen mit internationalen Partnern massive Hilfsmaßnahmen, um die Menschen im Gazastreifen vor der winterlichen Kälte zu schützen. Mehr als 430.000 Zelte und tausende Lastwagen mit warmer Kleidung sowie Decken wurden bereits in das Gebiet transportiert. Die israelische Koordinierungsbehörde COGAT sowie das internationale Koordinierungszentrum CMCC setzen ihre kontinuierliche Arbeit fort, um eine umfassende humanitäre Hilfe auf die Herausforderungen des Winters für die Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu leisten. Nach aktuellen Daten von COGAT vom 6. Januar 2026 wurden bereits über 430.000 Zelte und wetterfeste Planen in das Gebiet transportiert, um den Schutz vor Witterungseinflüssen zu verbessern. Diese Lieferungen sind eine Reaktion auf die harschen Bedingungen, denen viele…
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Beweise für Verbrechen im Shifa-Krankenhaus: Israel fordert lückenlose Transparenz von Ärzte ohne Grenzen
Die israelische Regierung hat Beweise für schwere Straftaten in Gaza-Kliniken während humanitärer Einsätze vorgelegt und verknüpft die weitere Zusammenarbeit mit Ärzte ohne Grenzen an strikte Transparenzregeln. Sollte die Organisation die geforderte Offenlegung ihrer Strukturen verweigern, droht ein dauerhafter Verlust ihrer Glaubwürdigkeit und der Vorwurf der Mitschuld an Terrorakten. Die israelischen Behörden haben eine umfassende Untersuchung veröffentlicht, die belegen soll, dass im Shifa-Krankenhaus schwerste Verbrechen begangen wurden, während Mitarbeiter der Organisation Ärzte ohne Grenzen vor Ort tätig waren. Zu den Vorwürfen zählen die Entführung und Geiselnahme von Zivilisten, sexueller Missbrauch sowie Mord. Nach Angaben der israelischen Regierung habe man über einen Zeitraum von neun Monaten wiederholt die Einhaltung elementarer Transparenzverfahren eingefordert,…
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Tödliche Illusionen und der Verrat der Presse: Warum wir den Nachrichten nicht mehr trauen können
Es gehört mittlerweile zu meinen festen Ritualen, dem ehemaligen Sprecher der IDF, Arye Sharuz Shalicar, zuzuhören. Seine Stimme ist oft eine der wenigen, die Licht in das Dunkel bringt, das wir hier durch die gefilterten Nachrichten erhalten. Besonders seine letzte Ausgabe, aufgenommen am 12. Dezember 2025, hat mich tief bewegt und lange nachdenken lassen. Wir schreiben nun genau zwei Jahre und zwei Monate nach dem schrecklichen Massaker vom 7. Oktober, und während die Welt sich weitergedreht hat, tragen Zehntausende in Israel die Wunden dieser Zeit noch immer offen oder tief in ihrer Seele verborgen. Es ist mir ein Bedürfnis, die Punkte, die Arye angesprochen hat, heute mit euch zu teilen…
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Lage in Israel und Gaza: Fragiler Waffenstillstand, Machtfrage in Gaza – Druck auf Israel wächst
Gut zwei Wochen nach Beginn der aktuellen Waffenruhe im Gazastreifen ist die Lage politisch extrem in Bewegung, aber vor Ort weiter dramatisch. Auf der einen Seite versuchen die USA gemeinsam mit regionalen Partnern, eine Nachkriegsordnung aufzubauen. Auf der anderen Seite ist humanitär, rechtlich und politisch vieles ungelöst – sowohl in Gaza als auch in Israel selbst. Eine wichtige Mitteilung kam aus Kairo: Mehrere palästinensische Gruppen – nach eigenen Angaben auch unter Beteiligung der Hamas – haben sich darauf geeinigt, die zivile Verwaltung des Gazastreifens an ein unabhängiges Technokraten-Komitee zu übergeben. Dieses Komitee aus Palästinensern soll grundlegende Dienste wie Wasser, Strom, Gesundheit und Versorgung organisieren – und zwar in Abstimmung mit…
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Israel und Gaza: Der Preis des Friedens – Hintergründe zum Geiselaustausch
Die Welt hält den Atem an. Zwei Jahre nach dem 7. Oktober, jenem Tag, der Israels Selbstverständnis erschütterte, steht das Land erneut im Zentrum der Weltöffentlichkeit. Diesmal nicht wegen eines Angriffs, sondern wegen eines Abkommens, das Geschichte schreiben könnte. Israel bereitet sich auf einen Moment vor, den viele kaum noch für möglich hielten. Nach monatelangen Verhandlungen mit Vermittlung der USA und unter persönlichem Druck von Donald Trump soll in diesen Tagen der größte Geiselaustausch in der Geschichte Israels stattfinden. Zwanzig lebende Geiseln sollen an Israel übergeben werden, dazu die Körper von 28 Getöteten. Im Gegenzug entlässt Israel knapp zweitausend palästinensische Gefangene, darunter zahlreiche, die wegen schwerster Verbrechen verurteilt wurden. Trump…
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Die Gaza-Lüge: Was die UNO verheimlicht – und die Presse nicht berichtet
Manchmal braucht es keine dramatischen Bilder von Blut, Trümmern und schreienden Kindern, um die Wahrheit zu erkennen. Manchmal reichen die klaren, nüchternen Worte einer Journalistin, die sich selbst vor Ort ein Bild gemacht hat. Genauso wie die WELT-Korrespondentin Sarah Fantel in ihrem Bericht. Ihr Auftritt war alles andere als reißerisch, und gerade das machte ihn so eindrucksvoll. Denn was sie erzählte, bringt das ganze Kartenhaus zum Einsturz, das seit Monaten von der UNO, großen Hilfsorganisationen und einem Teil der Medien aufgebaut wird. Seit Beginn des Krieges lautet der Vorwurf gegen Israel: Blockade. Die Menschen in Gaza würden abgeschottet, es fehle an allem: Wasser, Essen, Medizin. Und Israel sei dafür verantwortlich.…
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Amnesty International im Fokus: Menschenrechte nur für Gaza?
Es war Freitagabend, der Beginn des Schabbat. Alles war vorbereitet, wir wollten gerade die Kerzen zünden. In dieser besonderen Stimmung griff ich noch einmal zu meinem Handy, öffnete meinen Mailaccount und war neugierig, wer kurz vor dem Schabbat noch schreibt. Vielleicht ein „Schabbat Schalom“ von Freunden oder Bekannten? Und dann – diese Mail von Amnesty International. Unterzeichnet war sie von Herrn Christian Mihr, dem stellvertretenden Generalsekretär von Amnesty Deutschland. Der Betreff: „Peter, deine Unterstützung macht die Gaza-Großkundgebung möglich!“ Mein erster Gedanke war: Vielleicht ist es endlich ein Aufruf, der das ganze Bild zeigt. Vielleicht fordert Amnesty die Hamas auf, die Geiseln freizulassen. Vielleicht setzen sie sich für einen Waffenstillstand auf…
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Wenn selbst Abbas genug hat – eine Chance auf einen Neuanfang
Was Mahmoud Abbas vor wenigen Tagen in Ramallah gesagt hat, hat mich aufhorchen lassen. Nicht, weil er zum ersten Mal Kritik an der Hamas übt, sondern weil seine Worte so deutlich, so emotional und so unumstößlich klangen wie selten zuvor. „Gebt die Geiseln frei, ihr Hundesöhne, und beendet diesen Krieg.“ So hat er es gesagt. Und auch wenn dieses Wort hart und brutal klingt – es trifft den Kern. Denn was sagt es über eine Organisation aus, wenn selbst ein zurückhaltender, auf Ausgleich bedachter Politiker wie Abbas zu solchen Worten greift? Es zeigt: Die rote Linie ist längst überschritten. Und nicht nur von denen, die die Raketen abfeuern, sondern auch…
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Morag-Korridor: Wenn andere schweigen, ist es Zeit, Stellung zu beziehen
Der Krieg im Gazastreifen ist nicht vorbei – auch wenn viele in der westlichen Öffentlichkeit den Eindruck gewinnen könnten. Nachdem sich die Lage für einige Wochen scheinbar beruhigt hatte, hat Israel seine militärischen Operationen wieder intensiviert. Hintergrund ist die anhaltende Bedrohung durch die Hamas, die weiterhin israelische Geiseln festhält und ihre Infrastruktur trotz früherer Rückschläge offenbar wiederaufgebaut hat. Die israelische Regierung hat deshalb entschieden, neue militärische Schwerpunkte zu setzen – darunter die Einrichtung eines sogenannten Sicherheitskorridors im Süden des Gazastreifens. Wie die israelische Nachrichtenplattform Ynetnews berichtet, wurde mit dem sogenannten Morag-Korridor eine strategisch bedeutende Zone geschaffen, die Rafah – die südlichste Stadt Gazas – vom übrigen Gazastreifen abtrennen soll. Ziel…